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Dieser Film bekommt von mir den Oscar des Monats August!

Von wegen pures Gemezel, nichts für Frauen oder platter Prügelstreifen: Die gelungene Animation macht das ganze zu einem Ästhetischen Erlebnis der besonderen Art! Die einzelnen Gefechtsszenen sind teils so gut in Szene gesetzt, dass selbst für ich, die sonst ehr Gewaltlosere Genre bevorzugt, Gefallen am „Gemezel“ gefunden habe. Dies mag auch daran liegen, dass durch die Überarbeitung vieles Irreal erscheint und die „Leckerbissen“ der Körper- und Bewegungsinszenierung besonders gut herausgearbeitet sind.

Neben Schlacht und Blutvergießen hat der Film eine durchaus passende und gut verfogbare, jedoch keinesfalls einfältige Handlung mit gewisser Aussagekraft, was ich im vorfeld nicht in dem Maße erwartet hatte.

Der wohl (vor allem für Feministinnen) überraschenste Punkt ist, das das im Film vermittelte Frauenbild nicht dem üblicherweise in Metzelstreifen vermittelten entspricht, sondern die Frauen Spartas als stark, autonom, stolz und sehr selbstbewusst präsentiert. Zu erwähnen bleibt, dass die Anzahl der gezeigten weiblichen Personen an einer Hand abzählbar ist. Dennoch nimmt die Frau des Königs von Sparta Handlungstragende Funktion ein und ist zeitlich gut vertreten mit einigen langen Szenen.

Das obige Bild zeigt eine der für das Orakel geopferte Jungfrau (okay, das ist weniger was für Femisistinnen, aber die Ausnahme). Diese Seqzuenz ist wirklich ästhetik pur und Beweis dafür, dass es wohl der geeignetere Blickwinkel ist, den Film nicht im Hinblick auf objektive Handlung oder Gewalt zu beurteielen (es fließt halt schon viel Blut-lässt sich ja bei dem Genre auch kaum vermeiden), sondern ihn als Beitrag zur Filmischen, bildnerisch-darstellenden Kunst zu sehen.

PS: Ich bin KEINE Feministin (auch keine besondere Freundin solcher) und möchte das an dieser Stelle klarstellen, auch wenn dieser Beitrag es stellenweise vermuten lässt. :O)